COCOROSIE
MOP MOP: ritual of the savage
(INFRACom! Records / Lc04596)



MOP MOP machen gut gelaunte, spielerische Tanzmukke zwischen Soul, Jazz, Funk und Afro-Beat ("all we want is freedom for africa, all we need is freedom for africa").
Eindrucksvoll und auffällig dabei ist an erster Stelle das feine Vibraphon-Spiel (GIANLUCA PETRELLA) und das überwältigende Posaunen-Gebläse von PASQUALE MIRRA. Zusammengehalten wird alles allerdings durch das Pianospiel von ALEX TREBO.
ANDREA BENINI schließlich, der Kopf hinter MOP MOP, hat die 12 Tunes auf "ritual of the savage" geschrieben, arrangiert und produziert. Perfekt gewürzt und abgeschreckt wird das Album dann mit den fabelhaft Stimmen von MISS BABY SOL (Background Sängerin für u.a. AMY WINEHOUSE und JOSS STONE) und dem Jazz Crooner ALAN FARRINGTON.
Abschalten, sich gehen lassen: "shuffle in the mood of MOP MOP"! Ja, er weiß, wie`s geht, seniore Benini. Er entwickelt seine eigene neue Konzeption des Jazz (remember BUGGE WESSELTHOFT)!
Nur die Texte erscheinen an manchen Stellen etwas belanglos und klischeehaft. Aber es ist ja auch Partytime und keine Diskussionsveranstaltung.
Das bis zu zwölfköpfige Ensemble ist in herrlicher Spiellaune, gut drauf und beherrscht sein Metier perfekt. Obwohl, an manchen Stellen hatte ich beim Hören zwischendurch den Eindruck, dass die 48 Minuten von MOP MOPs "ritual of the savage" bei mir etwas sehr homogen, beinahe schleifenförmig rüber kommen.
Aber ursächlich hierfür könnte auch sein, dass dies ja eigentlich nicht ganz meine Musik ist.
Als ehemaliger Dj gehe ich allerdings davon aus, dass der Sound auf der Tanzfläche, wie beim Vorgängeralbum "kiss of kali", wieder funktionieren wird.

Andy Gehling

http://www.myspace.com/andreabenini
http://www.mopmop.com/
http://www.myspace.com/infracom
http://www.infracom.de/

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